Kurkuma selbst anbauen – Wie gelingt es auch bei uns?

Was ist Kurkuma?

Blumenkasten zum Anbau von KurkumaKurkuma ist eine Pflanze mit dem botanischen Namen Curcuma longa und gehört zu der Familie der Ingwergewächse. Die Pflanze wächst vorwiegend in Indien und Indonesien, wird jedoch weltweit exportiert. Verwendung findet sie dabei in verschiedenen Bereichen: in der Küche, in der Lebensmittelfärbung, sowie in der Medizin. Meistens ist dabei hauptsächlich das Rhizom, die Wurzel der Pflanze, von Bedeutung. Denn es ist leuchtend orange, hat einen angenehm nussig-scharfen Geschmack und beinhaltet den äußerst wertvollen sekundären Pflanzenstoff Curcumin. Durch Curcumin ist das wissenschaftliche Interesse an diesem Ingwergewächs auch so hoch. Vorher nur in der ayurvedischen Heilkunst aber heutzutage auch eingesetzt in Therapien verschiedenster Krankheiten, überzeugt das Curcumin der Kurkuma mit seinem antibakteriellen Charakter und seinen schmerzlindernden und antientzündlichen Fähigkeiten.

Mehr Informationen zur Wirkung von Kurkuma auf die Gesundheit

Wie pflanze ich Kurkuma richtig an?

Eine Kurkuma Pflanze kann man aus mehreren Quellen wachsen lassen. Einerseits kann man sie aus Samen ziehen, allerdings sind diese äußerst selten auf dem deutschen Markt zu finden. Die andere Möglichkeit ist es, das Rhizom im Supermarkt zu kaufen und bei trockener Lagerung keimen lassen. Sobald ein Keimling entsteht, kann man die Wurzel in die Erde setzen, sodass nur noch ein ganz bisschen des Keimlings an der frischen Luft ist. Denn die Wurzel betreibt Mitose und ist nicht auf Bestäubung angewiesen. Deshalb kann man aus einem Ableger eine komplett neue Pflanze ziehen, genauso wie bei der Züchtung von Ingwer. Die Erde kann normale Blumenerde sein, ein wenig beigemischter Kies kann dabei von Hilfe sein. Wichtig ist es, einen großen Blumentopf zu wählen, da die Kurkuma nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite wächst.

Gieskanne zum Bewaessern von KurkumaKurkuma – Richtige Pflege und Zucht

Die Kurkuma ist recht anspruchsvoll, dafür jedoch auch sehr ergiebig, sodass sich die Mühe lohnt. Die Temperaturen sollten recht hoch sein, ab 18’C fühlt sie sich wohl. Sind diese Temperaturen noch nicht erreicht, sollte man die Pflanze drinnen aufbewahren. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit hilft beim schnellen Wachsen. Da dies schwer zu bewältigen ist, sollte man immerhin versuchen, die Erde feucht zu halten und nur ab und zu trockenen zu lassen. Die Pflanze dabei zu ertränken ist jedoch nicht ratsam. Ständiges Sonnenlicht ist wegen der schnelleren Austrocknung ebenfalls zu vermeiden. Wer möchte, kann die Erde auch düngen, sobald die ersten Blätter gewachsen sind, ab September ist jedoch kein Dünger mehr von Nöten.

Wann kann ich Kurkuma ernten?

Nach etwa neun bis zehn Monaten ist die Kurkuma erntereif. Dabei ist jedes Ende des Rhizoms ein neuer potenzieller Ableger, an jedem davon kann ein neuer Keimling entstehen. Die Ernte kann man frisch verwenden für ein Rezept, wie beispielsweise Goldene Milch, zu Pulver verarbeiten und kommende Gerichte würzen oder auch im Ofen trocknen, um es noch haltbarer zu machen. Einmal angefangen, kann man Jahr für Jahr aus der gleichen Ausgangspflanze neue Ernte ziehen, vorausgesetzt die Pflanzen überwintern im vor Frost geschütztem Raum.

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Kurkumapulver in einem Glas