Goldene Milch - Was ist das?


Bei Goldener Milch oder Kurkuma Latte handelt es sich um ein Getränk, dessen wichtigster Bestandteil Kurkuma ist. Neben Kurkuma wird je nach Rezept Pfeffer, Ingwer, Öl und Muskatnuss in unterschiedlichen Mengen beigefügt. Abhängig vom Rezept wird Goldene Milch mit Kuhmilch oder mit veganen Milchersatzprodukten zubereitet. Für Goldene Milch wird im ersten Schritt aus Kurkumapulver und Wasser eine Paste gekocht. Danach wird die Milch erhitzt und die Pasten und Gewürze in dieser aufgelöst. Da Kurkuma nur schlecht wasser-, dafür aber fettlöslich ist, ist die Zugabe von Öl notwendig. Goldene Milch wird stets heiß oder warm getrunken. Das Getränk wird auch als Alternative zu Kaffee angeboten.

Woher kommt die Goldene Milch

Die Goldene Milch kommt aus der ayurvedischen Medizin. Dort werden der Goldenen Milch, besonders dem in ihr enthaltene Kurkuma, verschiedene heilende Wirkungen zugeschrieben. Außerdem wird der Wurzel auch eine reinigende Wirkung nachgesagt. Daher wird Goldene Milch in der ayurvedischen Medizin auch zur Entgiftung verwendet. In Indien und China wird das Getränk schon seit Jahrhunderten getrunken. Durch die zunehmende Akzeptanz der fernöstlichen Medizin und ihrer Heilmittel kam Goldene Milch auch nach Europa.

Welche Wirkung werden Curcumin zugeschrieben?

Die Wirkungen der Goldenen Milch sind hauptsächlich auf das in ihr enthaltenen Kurkuma, beziehungsweise den Wirkstoff Curcumin, zurückzuführen.

Curcumin soll das Immunsystem stärken und bei Verdauungsproblemen und Völlegefühl Abhilfe schaffen. Des Weiteren soll es den Cholesterinspiegel senken. Bei Müdigkeit soll Kurkuma belebend wirken und bei Erkältungen die Beschwerden lindern. Weiter soll Curcumin bei Arthrose und Rheuma helfen. Hier soll es Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen.

Curcumin soll außerdem in der Lage sein vor Alzheimer zu schützen. Sogar bei bestimmten Krebstherapien soll Curcumin unterstützend wirken. Selbst der Schönheit soll Curcumin zuträglich sein. Dank der enthaltenen Antioxidantien wird ihm eine verjüngende Wirkung zugeschrieben.

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Belegte Wirkungen von Curcumin


Tatsächlich konnten Studien nachweisen, dass viele der dem Curcumin zugeschriebenen Wirkungen tatsächlich existieren. Curcumin wird dabei immer stärker auf seine Einsatzmöglichkeiten  in der Medizin getestet. So ist belegt, dass Curcumin bei Verdauungsproblemen Abhilfe schafft. Weiter wurde belegt, dass Curcumin cholesterinsenkend und entzündungshemmend wirkt. Die entzündungshemmende Wirkung ist darauf zurück zu führen, dass Curcumin entzündungsfördernde Enzyme hemmt und in bestimmte Signalwege eingreift.

Weiter wurde nachgewiesen, dass Curcumin eine antioxidative Wirkung hat. Dabei wirkt Curcumin selbst antioxidativ und regt den Körper außerdem an selbst antioxidative Stoffe zu bilden. Dadurch hilft Curcumin den Selbstschutz der Zellen zu aktivieren

Eine Studie der Universität Michigan konnte belegen, dass Curcumin sich in die Zellmembran einfügt und diese dadurch stärkt. Dabei setzt sich das Curcumin in den Doppellipidschichten ab und kann somit die physikalischen Eigenschaften der Zelle verändern. Bei Tumorzellen hingegen ist die Wirkung von Curcumin umgekehrt. Es sorgt dafür, dass die Zellwände durchlässiger werden.

Allerdings gibt es bei Curcumin ein zentrales Problem: Es kann nicht vollständig vom Körper aufgenommen werden.

Bioverfügbarkeit

Bisher ist nicht bekannt wie gut der menschliche Körper, das in der Goldenen Milch enthaltene Curcumin aufnimmt. Die allgemeine Bioverfügbarkeit von Curcumin wird zwar durch schwarzen Pfeffer und Öl erhöht. Aber ob dies ausreichend ist, um über die goldene Milch signifikante Mengen Curcumin aufzunehmen, kann man nicht sagen.

Vor allem der schwarze Pfeffer und die darin enthaltene Substanz Piperin kann die Bioverfügbarkeit erhöhen. Jedoch reizt Piperin dabei die Schleimhäute und beeinflusst die Aufnahme von Fremdstoffen über die Leber. Dies kann zu ungewollten Nebenwirkungen führen. Übermäßiger Konsum von schwarzem Pfeffer kann sogar zu Wechselwirkungen mit Medikamenten führen.

Ein effektiverer Weg Curcumin für den menschlichen Körper verfügbar zu machen ist Curcumin in Mizell-Form. Dabei wird das fettlösliche Curcumin von wasserlöslichen Partikeln umgeben, und dadurch im Darm besser aufgenommen zu werden. Da die goldene Milch jedoch keinen solchen Mechanimsus bietet, ist es fraglich, ob diese Darreichung den vollen Nutzen des Curcumins liefern kann.