Mit Kurkuma schlank bleiben in den Wechseljahren

Kurkuma könnte Gewichtszunahme in den Wechseljahren verhindern und die Darmflora verbessern

In den Wechseljahren bemerken viele Frauen eine Gewichtszunahme, die auf den ersten Blick schwer mit der Menopause zu erklären ist. Dass sehr wohl ein Zusammenhang zwischen sinkendem Hormonspiegel und veränderter Verdauung bestehen kann, zeigen mittlerweile mehrere Studien. Jetzt hat ein chinesisches Forscherteam gezeigt, dass Kurkuma dabei helfen könnte, diese unerfreulichen Veränderungen abzufedern, indem das in der Pflanze enthaltene Kurkumin die Vielfalt der Darmflora verbessert.

Wie die Wechseljahre den Körper und das Mikrobiom verändert

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess, der mit unterschiedlichsten körperlichen und seelischen Veränderungen einhergeht. Gerne machen sich Leute über Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen lustig, dabei sind die steigenden Risiken für Knochenschwund, Depression und manche Erkrankungen sehr ernst zu nehmen.

Spannend ist, wie selbst die Mikroorganismen, die unseren Verdauungstrakt besiedeln und wichtige Aufgaben für Nahrungsaufnahme und Immunsystem übernehmen, von der rückläufigen Sexualhormonproduktion beeinflusst werden. Man geht davon aus, dass auch die Mikroorganismen ihrerseits einen gewissen Einfluss auf die Hormonspiegel haben. Wie genau diese komplexen Wechselwirkungen ablaufen, ist noch lange nicht geklärt.

Trotz Menopause schlank bleiben mit Kurkumin?

In früheren Studien wurde die entzündungshemmende, anti-oxidative, krebshemmende Wirkung des Kurkumins untersucht. Auch ein Abnehm-Effekt bei Laborratten mit Kurkuma-Diät wurde mehrfach beschrieben. Nun nahmen Wissenschaftler an der China Academy of Chinese Medical Sciences in Peking die Wirkung von Kurkumin auf die Darmflora vor und nach der Menopause unter die Lupe. Dafür leiteten sie bei 12 weiblichen Laborratten eine künstliche Menopause ein und fütterten die Hälfte davon mit einer Kurkumin-Dosis pro Tag.

Nach drei Monaten in den „Wechseljahren“ hatten die normal gefütterten Versuchstiere ordentlich angespeckt, aber die mit Kurkuma gefütterten kaum. Bei beiden Gruppen war der Sexualhormonspiegel sehr niedrig und die Gebärmutter war geschrumpft. Der einzige Unterschied lag wie vermutet in der Vielfalt der Darmbesiedlung.

Von den veränderten Bakterienstämmen, die die Forscher bei Ratten in den Wechseljahren identifizierten, stechen ein paar Namen besonders hervor. Nach der Menopause war zum einen das Verhältnis von Firmicutes zu Bacteroidetes gestiegen, was mit Übergewicht in Verbindung gebracht wird. Außerdem stieg die Anzahl der Anaerotruncus und der Helicobacter Pylori Bakterien, die beide mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert werden. In der Kurkuma-Gruppe konnte diesem Effekt vorgebeugt werden. Dort konnte das Kurkumin die Bakterienausbreitung abmildern.

Kurkuma in den Wechseljahren

Beim Übertragen der Studienergebnisse auf unseren Alltag gilt erstmal Vorsicht, denn es handelte sich in diesem Versuch um Laborratten statt Menschen, und auch nur eine kleine Anzahl. Daraus ergeben sich interessante neue Beobachtungen, aber noch keine verlässliche Empfehlung zur Wirkung und Dosis beim Menschen.

Kurkuma ist als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich und kann vielfältig eingesetzt werden. Wie bereits zum Thema „die Kurkuma-Lüge“ erklärt, kommt es beim Kurkumin besonders auf die Bioverfügbarkeit an. Wer also seine Ernährung in den Wechseljahren um Kurkuma ergänzen möchte, sollte auf die neue Mizell-Technologie achten, mit der das Kurkumin effizient vom Körper aufgenommen werden kann.


Quelle

Zhang, Z., Chen, Y., Xiang, L., Wang, Z., Xiao, G., & Hu, J. (2017). Effect of Curcumin on the Diversity of Gut Microbiota in Ovariectomized Rats. Nutrients, 9(10), 1146. https://doi.org/10.3390/nu9101146