Kurkuma gegen Entzündungen

Entzündungen sind die Grundlage vieler Erkrankungen

Entzündungen bilden einen essentiellen Bestandteil unserer körpereigenen Abwehr von Krankheitserregern. Charakteristisch für eine natürliche, lokal begrenzte Entzündung sind Rötung, Erwärmung, Schwellung, Schmerz und ein Funktionsverlust des betroffenen Gewebes, umliegender Blut- und Lymphgefäße, sowie des Bindegewebes.

Neben Krankheitserregern kann jeder das physiologische Maß übersteigende Reiz ebenfalls eine Entzündung auslösen. Dazu gehören mechanische Reizungen, Anhäufung bestimmter Stoffwechselprodukte (z. B. Harnsäurekristalle), Hitze/Kälte, Fremdkörper und Allergene.

Der Kurkuma Testsieger

 

Auf zellulärer Ebene kommt es zu einer Einwanderung von Immunzellen in das betroffene Gewebe zur Abwehr von Erregern, vermittelt durch sogenannte Zytokine wie Interleukin-1b, Interleukin-6 oder TNFa. Dauert die Bekämpfung von Erregern an, vermitteln diese zentralen Entzündungsmediatoren weiterreichende Abwehrreaktionen wie Fieber, Produktion von Antikörpern und Abbau von körpereigenen Strukturen zur Energiebereitstellung.

Entzündungen können jedoch auch schädliche Ausmaße annehmen.

So kann es im Rahmen sog. Autoimmunerkrankungen dazu kommen, dass sich Immunzellen gegen körpereigene Strukturen wenden und diese abbauen. Beispiele wären Arthritis, Morbus Crohn und Multiple Sklerose.

In anderen Fällen laufen Entzündungsprozesse zu schwach, oder nur unvollständig ab, wodurch die Entzündung im Gewebe verbleibt, obwohl die Symptome nachlassen.


Curcumin hemmt Entzündungen

Diese sog. chronischen Entzündungen, welche dauerhaft im Gewebe verbleiben, können Schmerzen verursachen und diverse Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Unter anderem wird auch die Entstehung diverser Krebsarten mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht (s. Krebs).

Curcumin ist ein potenter natürlicher Entzündungshemmer und besitzt das Potential bei entzündungsassoziierten Erkrankungen Symptome zu lindern und die Heilung zu unterstützen (1-6). Studien konnten unter anderem zeigen, dass Curcumin in der Lage ist die Entzündungsmediatoren IL-1b, IL-6 und TNFa, sowie die entzündungsassoziierten Zytokine IL-17A/F, IL-22 und IL-23 zu senken (6). Außerdem konnte beobachtet werden, dass Curcumin das entzündungsauslösende Enzym COX2, sowie den entzündungsfördernden Transkriptionsfaktor NFkB hemmt (3).

Diese entzündunshemmende Wirkung bedingt unter anderem den positiven Nutzen von Curcumin in der Behandlung von Arthritis (1) (s. Rheuma), diversen Krebsarten (3) (s. Krebs), sowie Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems (s. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und Alheimer (s. Alzheimer).

 

 

Quellen:

 

(1)Funk, J. L., Oyarzo, J. N., Frye, J. B., Chen, G., Lantz, R. C., Jolad, S. D., … Timmermann, B. N. (2006). Turmeric extracts containing curcuminoids prevent experimental rheumatoid arthritis. Journal of Natural Products, 69(3), 351–355. http://doi.org/10.1021/np050327j

(2)Jurenka, J. S., & Ascp, M. T. (2009). Anti-inflammatory properties of curcumin, a major constituent of Curcuma longa: a review of preclinical and clinical research. Alternative Medicine Review : A Journal of Clinical Therapeutic, 14(2), 141–53. Retrieved from http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19594223

(3)Plummer, S. M., Holloway, K. a, Manson, M. M., Munks, R. J., Kaptein, a, Farrow, S., & Howells, L. (1999). Inhibition of cyclo-oxygenase 2 expression in colon cells by the chemopreventive agent curcumin involves inhibition of NF-kappaB activation via the NIK/IKK signalling complex. Oncogene, 18(44), 6013–6020. http://doi.org/10.1038/sj.onc.1202980

(4)Schaffer, M., Schaffer, P. M., Zidan, J., & Bar Sela, G. (2011). Curcuma as a functional food in the control of cancer and inflammation. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care, 14(6), 588–97. http://doi.org/10.1097/MCO.0b013e32834bfe94

(5)Shehzad, A., Rehman, G., & Lee, Y. S. (2013). Curcumin in inflammatory diseases. BioFactors, 39(1), 69–77. http://doi.org/10.1002/biof.1066

(6)Sun, J., Zhao, Y., & Hu, J. (2013). Curcumin inhibits imi.-induced psoriasis-like inflammation by inhibiting IL-1beta and IL-6 production in mice. PloS One, 8(6), e67078. http://doi.org/10.1371/journal.pone.0067078