Kurkuma gegen Herz- Kreislauf Erkrankungen

“Kurkuma kann, wie erste Studien zeigen, dazu beitragen, dass u.a. Cholesterinwerte sinken, der Blutdruck nicht weiter steigt und den Aufbau von Fettgewebe blockiert werden kann”

Zunehmende Herz- und Kreislauf Erkrankungen

Herzerkrankungen, oder in der Fachsprache “Kardiovaskuläre Erkrankungen” sind die Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland. Falsche Ernährung sowie eine zu hohe Kalorienzufuhr in Kombination mit mangelnder Bewegung führen zu Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhten Triglycerid- und Cholersterinwerten und zur Bildung von sog. atherosklerotischen Plaques in der Wand der Blutgefäße.

Obwohl die Ursachen hinreichend bekannt und untersucht sind, nimmt die Anzahl von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen stetig zu, obwohl durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten (z. B. bei der Ernährung, gesteigerte sportliche Aktivität) viele Risikofaktoren deutlich reduziert werden könnten. Die ausschlaggebenden Faktoren einer solchen Umstellung – der Verzehr von Gemüse, Obst, gesunden Fetten, etc. – sind allgemein bekannt. Darüber hinaus bieten bestimmte Nahrungsinhaltsstoffe zusätzlich die Möglichkeit positiven Einfluss auf das Herzkreislauf-System zu nehmen.

Kurkuma senkt das Risiko von Herz- Kreislauf Erkrankungen

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Kurkumin in der Lage ist, in verschiedene kardioprotektive Prozesse einzugreifen.

So konnten durch die Einnahme von Curcumin die LDL- und Gesamtcholesterinwerte im Blut gesenkt werden (2,5,6). Ein erhöhter Cholesterinspiegel, und insbesondere ein erhöhter LDL-Wert, können dazu führen, dass sich die Plaques in den Gefäßwänden ablagern, was dann langfristig eine Atherosklerose zur Folge hat. Die mangelnde Elastizität der Blutgefäße führt weiterhin zu einem schwer therapierbaren Bluthochdruck was schlussendlich eine erhebliche Belastung des gesamten Herz-Kreislauf-Systems darstellt. Curcumin ist in der Lage durch seine antioxidativen Eigenschaften die Oxidation des LDL zu hemmen, wodurch dessen Reaktivität reduziert wird. Dies hat zur Folge, dass sich weniger Fette in der Gefäßwand ablagern. Zusammen mit den gesenkten Cholesterinwerten im Blut kann so das Risiko von Atherosklerose effektiv reduziert werden (9).

Weiterhin kann Curcumin durch seine anti-entzündlichen Eigenschaften der altersbedingten Abnahme der endothelialen Gefäßfunktion und somit dem Verlust der Gefäßelastizität vorbeugen (1).

Nicht zuletzt hat Curcumin das Potential, Übergewicht vorzubeugen (3). Übergewicht ist einer der Hauptfaktoren bei der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine neuere Studie deutet darauf hin, dass der bei Übergewichtigen erhöhte Insulinspiegel die Ursache sein könnte. Das Insulin hemmt das sogenannte atriale natriuretische Peptid (ANP), welches vom Herzen speziell zur Senkung des Blutdrucks ausgeschüttet wird. Die Folge ist ein dauerhaft erhöhter Blutdruck und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (7).

Der Kurkuma Testsieger

Kurkumin für den Abbau von Fettgewebe

Curcumin ist in der Lage die Adipogenese, also den Aufbau von Fettgewebe, zu reduzieren (8), indem es die Veresterung von Fettsäuren bzw. die dafür verantwortlichen Enzyme (11) hemmt. Außerdem blockiert es bestimmte sogenannte Transkriptionfaktoren. Dadurch werden Proteine, welche für die Adipogenese notwendig wären, nicht oder in deutlich reduziertem Umfang synthetisiert. Zusätzlich kann Curcumin die sogenannte Beta-Oxidation, also die Umwandlung von Fetten in Energie, und dadurch den Abbau von Fettgewebe fördern (4).

Zuletzt scheint Curcumin auch noch den Calcium-Haushalt im Herzen positiv zu beeinflussen. Calcium spielt eine entscheidende Rolle bei der Kontraktion der Herzmuskelzellen, weshalb Curcumin durchaus in der Lage sein könnte, Arhythmien im Herzen zu reduzieren (10).

Die regelmäßige Einnahme von Curcuma, bzw. Curcumin kann also letztlich, insbesondere zusammen mit einer gesunden Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf, einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit von Herz und Gefäßen leisten und entsprechenden Erkrankungen vorbeugen.


Quellen

(1) Akazawa, N., Choi, Y., Miyaki, A., Tanabe, Y., Sugawara, J., Ajisaka, R., & Maeda, S. (2012). Curcumin ingestion and exercise training improve vascular endothelial function in postmenopausal women. Nutrition Research, 32(10), 795–799.

(2) Alwi, I., Santoso, T., Suyono, S., Sutrisna, B., Suyatna, F. D., Kresno, S. B., & Ernie, S. (2008). The effect of curcumin on lipid level in patients with acute coronary syndrome. Acta Medica Indonesiana. Retrieved from

(3) Bradford, P. G. (2013). Curcumin and obesity. BioFactors (Oxford, England), 39(1), 78–87.

(4) Ejaz, A., Wu, D., Kwan, P., & Meydani, M. (2009). Curcumin inhibits adipogenesis in 3T3-L1 adipocytes and angiogenesis and obesity in C57/BL mice. The Journal of Nutrition, 139(5), 919–925.

(5) Feng, D., Ohlsson, L., & Duan, R.-D. (2010). Curcumin inhibits cholesterol uptake in Caco-2 cells by down-regulation of NPC1L1 expression. Lipids in Health and Disease, 9, 40.

(6) Kim, M., & Kim, Y. (2010). Hypocholesterolemic effects of curcumin via up-regulation of cholesterol 7a-hydroxylase in rats fed a high fat diet. Nutrition Research and Practice, 4(3), 191–5.

(7) Pivovarova, O., Gögebakan, Ö., Klöting, N., Sparwasser, A., Weickert, M. O., Haddad, I., … Rudovich, N. (2012). Insulin up-regulates natriuretic peptide clearance receptor expression in the subcutaneous fat depot in obese subjects: A missing link between CVD risk and obesity? Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 97(5), 731–739.

(8) Prathapan, a., Krishna, M. S., Lekshmi, P. C., Raghu, K. G., & Menon, a. N. (2012). Modulation of adipogenesis and glucose uptake by Curcuma longa extract in 3T3L1 and L6 cell lines – An in vitro study. Asian Pacific Journal of Tropical Disease, 2, 163–165.

(9) Quiles, J. L., Mesa, M. D., Ramírez-Tortosa, C. L., Aguilera, C. M., Battino, M., Gil, Á., & Ramírez-Tortosa, M. C. (2002). Curcuma longa extract supplementation reduces oxidative stress and attenuates aortic fatty streak development in rabbits. Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology, 22, 1225–1231.

(10) Wongcharoen, W., & Phrommintikul, A. (2009). The protective role of curcumin in cardiovascular diseases. International Journal of Cardiology, 133(2), 145–51. (15) Yuan, H.-Y., Kuang, S.-Y., Zheng, X., Ling, H.-Y., Yang, Y.-B., Yan, P.-K., … Liao, D.-F. (2008). Curcumin inhibits cellular cholesterol accumulation by regulating SREBP-1/caveolin-1 signaling pathway in vascular smooth muscle cells. Acta Pharmacologica Sinica, 29(5), 555–63.

(11) Zhao, J., Sun, X.-B., Ye, F., & Tian, W.-X. (2011). Suppression of fatty acid synthase, differentiation and lipid accumulation in adipocytes by curcumin. Molecular and Cellular Biochemistry, 351(1-2), 19–28.