Kurkuma gegen Diabetes mellitus

Kurkuma könnte dazu beitragen, den Anstieg des Blutzuckers zu senken und die Insulinsekretion fördern.

Immer mehr Menschen Diabetes gefährdet

Diabetes hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der am weitesten verbreiteten Krankheiten entwickelt. Der sogenannte Diabetes mellitus wird eingeteilt in den angeborenen Typ 1 und den erworbenen Typ 2. Die fortschreitende Verbreitung von Typ 2 Diabetes, früher verharmlosend als “Alters-Diabetes” bezeichnet, ist vor allem eine Folge von Adipositas, insbesondere in den westlichen Ländern. Dabei kommt es langfristig zu einer Insulinresistenz, sodass dieses essentielle Hormon nicht mehr adäquat seine Wirkung entfalten kann. Als Folge kann Glucose aus dem Blut nicht mehr optimal verwertet werden, wodurch es zu einer sog. Hyperglykämie kommt. Die zirkulierende Glucose wirkt dann langfristig toxisch und beginnt körpereigene Strukturen zu schädigen. Als Folge kommt es unter anderem zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Sensibilitätsstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Niereninsuffizienz und Erblindung sowie zu Wundheilungsstörungen, die bis zur Amputation führen können (z. B. sog. diabetischer Fuß).

Der Kurkuma Testsieger

Mit Kurkumin die Entwicklung von Diabetes hemmen

So konnte durch die Einnahme von Kurkumin der Anstieg des Blutzuckers gesenkt und die Insulinsekretion gefördert werden (1,3). Unter anderem wird dieser Effekt auf die Inaktivierung des Enzyms Pankreas-Amylase zurückgeführt (2).
Eine andere Studie konnte beobachten, dass Kurkumin aufgrund seines antioxidativen und entzündungshemmenden Potentials unterstützend auf die Regeneration der Bauchspeicheldrüse, dem Ort der Insulin-Produktion, wirkt (4).
Bei Beobachtung von Diabetes-Risikopatienten über einen Zeitraum von 9 Monaten konnte außerdem durch Einnahme von Kurkumin eine deutliche Verbesserung der Insulin-produzierenden Beta-Zellen beobachtet werden (5).

Kurkumin bietet das Potential in Kombination mit einer angepassten Ernährung und gegebenenfalls medikamentöser Therapie die Entstehung, das Fortschreiten und die Folgen einer Diabetes-Erkrankung zu reduzieren.


Quellen:

(1) Kuroda, M., Mimaki, Y., Nishiyama, T., Mae, T., Kishida, H., Tsukagawa, M., … Kitahara, M. (2005). Hypoglycemic effects of turmeric (Curcuma longa L. rhizomes) on genetically diabetic KK-Ay mice. Biological & Pharmaceutical Bulletin, 28(5), 937–939.

(2) Ponnusamy, S., Zinjarde, S., Bhargava, S., Rajamohanan, P. R., & Ravikumar, A. (2012). Discovering Bisdemethoxycurcumin from Curcuma longa rhizome as a potent small molecule inhibitor of human pancreatic ??-amylase, a target for type-2 diabetes. Food Chemistry, 135(4), 2638–2642.

(3) Wickenberg, J., Ingemansson, S. L., & Hlebowicz, J. (2010). Effects of Curcuma longa (turmeric) on postprandial plasma glucose and insulin in healthy subjects. Nutrition Journal, 9, 43.

(4) El-Azab, M. F., Attia, F. M., & El-Mowafy, A. M. (2011). Novel role of curcumin combined with bone marrow transplantation in reversing experimental diabetes: Effects on pancreatic islet regeneration, oxidative stress, and inflammatory cytokines. European Journal of Pharmacology, 658(1), 41–48.

(5) Chuengsamarn, S., Rattanamongkolgul, S., Luechapudiporn, R., Phisalaphong, C., & Jirawatnotai, S. (2012). Curcumin extract for prevention of type 2 diabetes. Diabetes Care, 35(November), 2121–2127.