Kurkuma & Curcumin

Die Kraft von Curcuma richtig nutzen – heilende Wirkung und richtige Anwendung

Was ist Curcuma?

Curcuma ist bei uns eher als gelbes Gewürz bekannt, das vor allem für diverse Curry-Gerichte, Tees oder Smoothies verwendet wird. Doch Curcuma kann viel mehr und wird in asiatischen Ländern seit Langem für seine heilenden Fähigkeiten geschätzt. Das im Rhizom enthaltene Curcumin bietet eine große Vielfalt an wertvollen Inhaltsstoffen, die sich nicht nur positiv auf das Immunsystem auswirken, sondern auch unterstützend bei Magen-Darm- und Kreislauf-Beschwerden verwendet werden können. Die Wirkweise von Curcuma auf Krankheiten wird schon seit Jahren in der medizinischen Forschung untersucht. Mittlerweile gehen Untersuchungen soweit, dass sie nachweislich positive Effekte des ostasiatischen Pflanzenstoffs auf Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer oder auch Krebs vorweisen können. Das Interesse an Curcuma steigt daher kontinuierlich an. Erfahren Sie bei uns mehr über die bewährte Heilpflanze und ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften!

Unsere Empfehlung

Kurkuma Testsieger 2018

Unsere Empfehlung

Kurkuma Testsieger 2018

Curcuma-Pflanze in der Botanik

Curcuma ist eine tropische Pflanze, die vor allem in Südostasien beheimatet ist. Sie ist auch unter den Bezeichnungen Gelbwurz, gelber Ingwer oder der botanischen Form Curcuma longa bekannt. Nicht selten wird sie aufgrund ihrer intensiven gelb-orangenen Farbe als indischer Safran betitelt. Curcuma wie auch Ingwer gehören zur Pflanzenart der Ingwergewächse, so genannter Zingiberaceae, welche wiederum zu der einkeimblättrigen Pflanzengattung zählen und sich durch ihre besondere Vermehrung auszeichnen. Dabei wird die Fortpflanzung dieser Pflanzenarten durch das Anlegen eines einzigen Keimblatts am Embryo durchgeführt.

Sowohl Curcuma als auch Ingwer werden bereits seit Jahrtausenden in Asien als Gewürz und vor allem als Heilpflanzen geschätzt. Insbesondere Curcuma besticht durch seine intensiven Pigmentstoffe und hat im Vergleich zu Ingwer einen milderen weniger scharfen Geschmack. Daher kann die Gelbwurz reichlich in Gerichten, Smoothies oder auch farbenfrohen Saucen verwendet werden.

Da Curcuma an tropisch-feuchte Klimabedingungen gewöhnt ist, wird sie verstärkt in Südasien angebaut. Mittlerweile gibt es bis zu 80 verschiedene Unterarten der Kurkuma-Pflanze, wobei viele vor allem durch ihre prachtvollen blütenähnlichen Blätter bestechen und häufig auch als Blühpflanzen Verwendung finden. Curcuma-Pflanzen können in ihrer natürlichen Umgebung bis zu einem Meter hoch werden, doch sind nicht die prächtigen Blätter für das hohe Interesse an Curcuma verantwortlich, sondern der häufig verzweigt wachsende Wurzelstock der Pflanze. Die so genannten Rhizome enthalten die wichtigsten Bestandteile der Curcuma longa, welche vor allem in Pulverform als aromatisches Gewürz von vielen Köchen geschätzt wird. Aber die tollen Fähigkeiten von Curcuma reichen über den Einsatz in der Küche hinaus, die Pflanze ist nämlich seit Generationen insbesondere für ihre heilenden Eigenschaften bekannt. Denn das Gewächs wird bereits seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin und vor allem in der ayurvedischen Medizin Indiens als Heilpflanze eingesetzt. Um die wertvollen Inhaltsstoffe Curcumas industriell herzustellen, wird Curcuma direkt nach der Ernte in kochendes Wasser getaucht und anschließend luftgetrocknet. Durch die Trocknung des Rhizoms verteilt sich der gelbe Pigmentstoff im Wurzelstock und kann anschließend verarbeitet werden.

Heilende Inhaltsstoffe der Curcuma-Pflanze

Curcuma verfügt über eine Vielfalt an gesunden und natürlichen Inhaltsstoffen. So enthält es neben dem Pigmentstoff Curcumin auch eine Vielzahl an ätherischen Ölen, gesättigten Fettsäuren und den Vitaminen A, D und B12. Zusätzlich verfügt die Heilpflanze über wertvolle Gerb- und Bitterstoffe, die viele gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. So wirken Bitterstoffe positiv auf die Verdauung, regulieren den Heißhunger auf Süßes und agieren als natürliche Säureblocker.

Die Hauptsubstanzen der Curcuma-Pflanze sind allerdings die Curcuminoide, die aus den Wirkstoffen Curcumin, Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin bestehen. Zusammen ergeben sie den Inhaltsstoff Curcumin. Dieser Inhaltsstoff gibt dem Curcuma-Pulver seine bekannte orange-gelbe Farbe und wirkt auf vielfältige Weise positiv auf die Gesundheit.

Gesundheitsfördernde Eigenschaften von Curcuma bei Krankheiten

Bereits vor Generationen war die gesundheitsfördernde Wirkung Curcumas in der indischen Ayurveda-Medizin bekannt, sowohl Entzündungen, aber auch Magen-Darm-Beschwerden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden mithilfe dieser Pflanze therapiert. Moderne wissenschaftliche Forschungen konnten auf den frühen Erkenntnissen der ostasiatischen Medizin aufbauen und so die Wirkweise von Curcuma um weitere Eigenschaften erweitern. Demnach wirkt der Hauptstoff Curcumin nicht nur antiinflammatorisch, sondern auch antibakteriell, antioxidativ, antikarzenogen aber auch gallentreibend und immunstärkend. Deshalb werden Curcuma und vor allem der Inhaltsstoff Curcumin heutzutage als natürlicher Therapieersatz bei vielen Krankheiten erforscht und können nach bisherigem Kenntnisstand unterstützend bei vielen Erkrankungen wirken. Dies hat auch die Weltgesundheitsorganisation erkannt und empfiehlt eine tägliche Einnahme von 3 – 5 g Curcuma pro Tag, vor allem bei Verdauungsbeschwerden. Zusätzlich hat der Pigmentstoff Curcumin gesundheitsfördernde Eigenschaften, die sowohl bei Volkskrankheiten wie Krebs, Alzheimer aber auch bei Übergewicht, Diabetes und unterschiedlichen Entzündungen präventiv eingesetzt werden oder sogar das Fortschreiten der Erkrankungen hemmen können. Jedoch macht die vergleichsweise geringe Verwertbarkeit dieses sekundären Pflanzenstoffs einen therapeutischen Einsatz bisher problematisch. Denn Curcumin hat aufgrund seiner fettlöslichen Form eine sehr geringe Bioverfügbarkeit und kann daher nur schlecht vom Magen-Darm-Trakt resorbiert werden.   

Curcuma in Medizin und Forschung

Seit Jahren beschäftigen sich zahlreiche Mediziner und auch Ernährungswissenschaftler mit der gesunden Gelbwurz-Knolle. Im Fokus steht hier vor allem der gelbe Farbstoff Curcumin. Zwar haben auch die kostbaren ätherischen Öle, die vielfach in der Curcuma-Pflanze enthalten sind, bemerkenswerte heilende Eigenschaften, doch gehen sie bei der Trocknung der Pflanze meist verloren. Anders steht es mit dem Inhaltsstoff Curcumin, der seit Jahrtausenden in Asien für seine gesundheitlichen Fähigkeiten geschätzt wird. Statistiken unterstützen auch die Annahme, dass natürliche Gewürze vorbeugend vor vielen Krankheiten schützen können. Vergleicht man die gängigen Erkrankungsraten westlicher Länder von Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Adipositas mit den Zahlen asiatischer Länder, so sind diese durchgehend auf dem niedrigsten Niveau. Auch tausende Studien bestätigen bisher die gesundheitsfördernden Fähigkeiten sekundärer Pflanzenstoffe, insbesondere die der Curcuma-Pflanze.

Curcuma bei Übergewicht und krankhafter Adipositas

Heutzutage gilt Übergewicht als globales Problem und zentraler Auslöser vieler Krankheiten. Seit dem Jahr 1980 hat sich die Zahl der an Fettleibigkeit leidenden Menschen in den Industrieländern fast verdoppelt. Wohingegen das Körpergewicht der Einwohner asiatischer Länder stets konstant blieb. Dies wird auch heute noch vermehrt auf die gesunde Ernährung in Asien zurückgeführt. Vor allem die Vielfalt an Obst, Gemüse und Gewürzen legt die Schlussfolgerung nahe, dass bestimmte Pflanzenstoffe einen höheren Gesundheitsfaktor aufweisen als andere. So veröffentlichte 2017 eine Studie in China die positiven Effekte von Curcumin auf Übergewicht und Fettleibigkeit. Es konnte festgestellt werden, dass das Curcumin nicht nur den Energiestoffwechsel beeinflusst, sondern sich auch positiv auf die Rückbildung von Fettzellen auswirkt. Da Curcuma die Verdauung anregt und auch entgiftend wirkt, ist es eine ideale Unterstützung bei Diäten und auch zur Entschlackung des Körpers. Es regt nämlich nicht nur die Magensaftproduktion an und fördert dadurch eine schnellere Verdauung, sondern dient auch als Energieträger und Unterstützer der Durchblutung, was alles wichtige Vorgänge für den Abbau von Fettzellen im Körper sind. Zusätzlich können die im Curcuma enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe als Stopper bei Heißhungerattacken auf Süßes fungieren und regulieren dadurch die Kalorienaufnahme. Die Fitness- und Ernährungsbranche hat die einzigartigen Vorteile der Curcuma-Pflanze schon längst erkannt und wirbt u.a. mit Smoothies, goldener Milch oder gesunden Curcuma-Gerichten für den natürlichen Fatburner.

Curcuma bei Entzündungen

Da Entzündungen als Auslöser vieler Krankheiten gelten, u.a. Alzheimer, Arthritis oder auch Krebs, ist es wichtig diesen vorzubeugen, bevor Entzündungsherde im Körper größeren Schaden anrichten können. Allerdings sind gezielte Präventionsmaßnahmen nur schwer umsetzbar, einfacher wäre es die tägliche Ernährung so anzupassen, dass Entzündungen eine möglichst geringe Chance bekommen, im Körper aktiv zu werden. Dank seiner antiinflammatorischen und antioxidativen Fähigkeiten stellt die Curcuma-Pflanze einen optimalen Anwärter zur Entzündungshemmung dar. Sie kann freie Radikale bekämpfen und so den Zellschutz aktivieren und die körpereigene Abwehr stärken. Daher hat sich Curcuma auch als wertvolles Antioxidans bewährt und wird von der Weltgesundheitsorganisation als natürliche Unterstützung bei entzündungsbedingten Erkrankungen wie Rheuma, Gicht oder Arthritis empfohlen. Viele Studien sprechen Curcuma aber nicht nur die präventiven Fähigkeiten zu, sondern schätzen die Wirkungen der Inhaltsstoffe auch therapeutisch. Denn Curcuma wird mittlerweile nicht nur als unterstützende Möglichkeit für die Prävention vieler Entzündungen untersucht, sondern dient vor allem als Forschungsobjekt für therapeutische Anwendungen. Durch die sich ergänzenden heilenden Eigenschaften ist Curcuma daher ein vielversprechender natürlicher Pflanzenstoff, dessen medizinischer Einsatz weiter starkes Interesse hervorruft. Der Einsatz von Curcuma bei chronischen Entzündungen kann effektiv die Schmerzen lindern und die Entzündungssymptome hemmen.

 

Curcuma bei Alzheimer

Trotz jahrzehntelanger Forschung sind die genauen Ursachen für eine Alzheimererkrankung nicht eindeutig definierbar. Heutzutage gehen Mediziner vermehrt davon aus, dass durch Plaque-Ablagerungen entzündliche Prozesse im Gehirn stattfinden, die ein Absterben von Nervenzellen fördern und die Kommunikation der verbliebenen Zellen stören. Durch die Kombination dieser Vorgänge kommt es zum Abbau der geistigen Fähigkeit und weiterer Folgeschäden am Gehirn. Diese Annahme wird vor allem davon untermauert, dass Alzheimer überwiegend ältere Menschen trifft. Die Vorstufe ist in den meisten Fällen eine vorangegangene Demenzerkrankung, die unbehandelt im Laufe der Jahre sich zu Alzheimer entwickeln kann. Da eine Heilung dieser Krankheit zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen ist, wird verstärkt an Prozessen geforscht, die einerseits das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und andererseits die Lebensqualität der betroffenen Patienten steigern können. So ist in diesem Zusammenhang die entzündungshemmende Wurzelknolle Curcuma in das Blickfeld der Mediziner gerückt. Ihre positive Wirkweise auf Entzündungen ist bereits seit Generationen bekannt, zudem haben Studien herausgefunden, dass der Inhaltsstoff Curcumin die Apoptose, also das Absterben von Zellen, stoppen kann. In vielen klinischen Studien wurde ein Behandlungsansatz mit max. 8 g Curcuma-Pulver erforscht, der viele positive Erkenntnisse den Forschern einbrachte. So konnten nicht nur pathologische Veränderungen und kognitive Defizite positiv beeinflusst, sondern auch eine verminderte Stressaktivität der Gehirnzellen gemessen werden. Zudem weisen weitere Studien aus Japan darauf hin, dass durch die Einnahme von Curcuma die Lebensqualität der betroffenen Personen erkennbar gesteigert werden könnte. Dies kann vor allem am Curcumin liegen, das die Fähigkeit besitzt, die Blut-Hirn-Schranke durchdringen zu können. So ist auch aus asiatischen Ländern bekannt, dass eine regelmäßige Aufnahme von gängige Volkskrankheiten hemmen und vermindern kann. Daher kann Curcuma bei Alzheimer als unterstützende Medikation hilfreich sein.

Curcuma bei Krebs

Wie auch Alzheimer zählt Krebs mittlerweile zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten westlicher Zivilisationen. So war Krebs bereits im Jahr 2007 einer Erhebung der Züricher Universität zufolge die zweithäufigste Todesursache bei Männern und Frauen in Deutschland. Folglich steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung mit zunehmendem Alter. Da bei einer Krebserkrankung der Selbstmord der Zellen gestört ist und bösartige Tumore sich unkontrolliert vermehren können, sind vor allem Mechanismen erforderlich, die die Apoptose der Zellen fördern und die Immunität der Krebszellen gegen körpereigene Mechanismen aufheben können. Wissenschaftler konnten in Studien viele krebshemmende Reaktionen von Curcuma auf die Krankheit beobachten. Demnach kann der Curcuma-eigene Inhaltsstoff Curcumin nicht nur die Apoptose von gestörten Krebszellen fördern, sondern auch ihre immense Resistenzkraft gegenüber den körpereigenen Abwehrkräften mindern. Zudem haben Forscher festgestellt, dass Resistenzen der Tumorzellen deutlich dezimiert werden konnten, sodass Curcuma auch bei Chemotherapien oder Bestrahlung unterstützt eingesetzt werden könnte.

Ein Fall aus England (Link einfügen) stützt die seit Langem beobachtete Wirkung von Curcuma auf Krebserkrankungen. So konnte eine jahrelang an Krebs erkrankte Londonerin mithilfe von Curcumin-Kapseln das Fortschreiten der Krankheit eindämmen und eine vergleichsweise hohe Lebensqualität erzielen. Dies beeindruckte sogar ihre behandelnden Ärzte und war eine Veröffentlichung im British Medical Journal wert. Nach aktueller Datenlage kann gesagt werden, dass Curcuma bei Krebs eine wertvolle natürliche Unterstützung sein kann.

Curcuma regelt den Blutzuckerspiegel und hilft bei Diabetes

Diabetes mellitus wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet, was auf einen gestörten Blutzuckerspiegel zurückzuführen ist. Beim Diabetes-Typ-1 werden die Zellen, die für die Produktion des Hormons Insulin verantwortlich sind, durch das Immunsystem zerstört, während der Diabetes-Typ-2 für eine schlechte Empfindlichkeit der körpereigenen Zellen gegenüber Insulin steht. Bereits im Jahr 1972 konnte bei einer Studie beobachtet werden, dass eine Curcuma-Zufuhr sich positiv auf die Senkung des Blutzuckerspiegels auswirkt. Im Jahr 2008 wurde diese Beobachtung ebenfalls in einer randomisierten Studie bestätigt, wobei sich die Gefäßfunktionen durch den Einsatz des Curcuma-Stoffs Curcumin besserten. Auch zahlreiche weitere Studien unterstützen die bisherigen Forschungsergebnisse und untermauern die Wirkweise von Curcuma auf einen verbesserten Blutfluss und diabetogenen Stoffwechsel bei Diabetes-Patienten. Da Curcuma nicht nur effizient auf den Blutzuckerspiegel wirken kann, sondern auch die Aktivität und den Schutz der Zellen fördert, könnte es durch regelmäßige Einnahme die Krankheit Diabetes therapieren oder ihren Ausbruch sogar hemmen. So kann natürliches Curcuma bei Diabetes effektive Symptomverbesserungen hervorrufen.

Curcuma richtig anwenden – Ist die Pulverform ausreichend?

Die Wirkstoffe der Curcuma-Pflanze haben viele gesundheitliche Vorteile und können unterstützend oder teilweise therapeutisch bei diversen Beschwerden oder Erkrankungen eingesetzt werden. Neben den entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkweisen hat Curcuma zusätzliche Eigenschaften, die bei verschiedenen Volkskrankheiten zum Einsatz kommen könnten. So sind insbesondere die antikarzenogenen, neuroprotektiven und antioxidativen Wirkungen dieser asiatischen Heilpflanze für die natürliche moderne Medizin von großer Bedeutung. Denn wie gesehen, konnten in diversen Studien bereits die vielfältigen Eigenschaften der Curcuma-Knolle untermauert und effektiv eingesetzt werden. Allerdings hindert bis heute die ungenügende Verwertbarkeit dieser Heilwurzel den nötigen Einsatz als therapeutisches Mittel. Erfahrungsgemäß kann der menschliche Körper die Hauptsubstanz Curcumin, die Träger der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe ist, nicht ausreichend verwerten, sodass die meisten wertvollen Bausteine direkt wieder ausgeschieden werden. Der Magen-Darm-Trakt kann das Curcumin aufgrund seines hydrophoben, also schlechtwasserlöslichen, Charakters nicht resorbieren und weiter in den Blutkreislauf befördern, wodurch eine gezielte therapeutische Anwendung nur schwer möglich wird. Folglich werden für eine wahrnehmbare Wirkweise auf die Gesundheit auch verhältnismäßig hohe Dosen des nativen Curcumas empfohlen. So gehen die Weltgesundheitsorganisation und die EFSA von einem täglichen Verzehr des Curcuma-Pulvers von 3- 5 g am Tag aus. Dadurch könnte ein positiver Effekt auf den menschlichen Organismus eintreten. Allerdings ist die tägliche Einnahme dieser Dosis nur schwer realisierbar. Denn natives Curcuma sollte vor allem zusammen mit Piperin, Fetten oder Ölen verzehrt werden, da es aufgrund seiner fettlöslichen Eigenschaft nur so eine annähernde Wirkung entfalten könnte. Leider trägt auch die recht geringe Menge des Curcumins im nativen Curcuma der hohen Dosierungsempfehlung bei, denn lediglich 5 % dieses sekundären Pflanzenstoffs sind im natürlichen Curcuma enthalten. Zwar steigert eine höhere Dosierung von Curcuma die Wahrscheinlichkeit, dass eine gewisse Menge des Curcumins resorbiert werden kann, jedoch ist eine therapeutische Wirkung mittels nativen Curcuma eher unrealistisch. Daher forschen Mediziner und Ernährungsexperten seit Langem daran, die Bioverfügbarkeit, also die Verwertbarkeit, des Curcumins zu steigern, um diesen wertvollen Inhaltsstoff gezielt für die Behandlung von Krankheiten und diversen Beschwerden einsetzen zu können.

Verwendung von Curcuma für den täglichen Gebrauch als Kapsel oder Tablette

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass Curcuma als Gewürz in Pulverform oder auch als frische Knolle zwar die Gesundheit unterstützen kann, für einen wirkungsvollen Einsatz bei Beschwerden allerdings sehr hohe Dosierungen nötig sind, die kaum umgesetzt werden können. Daher konzentriert sich die Forschung mittlerweile auf die Entwicklung einer effizienteren Darreichungsform, die auch therapeutisch angewendet werden kann. So sind seit Jahren vor allem Piperin-Kapseln sehr begehrt, da das Piperin, das im weißen und langen Pfeffer für die Schärfe sorgt, sowohl die Nährstoffaufnahme bessern, aber auch die Bioverfügbarkeit sekundärer Pflanzenstoffe erhöhen kann. Problematisch wird die Curcumin-Piperin-Kombination allerdings bei längerer Anwendung, da es nicht nur Magen-Darm-Reizungen und Allergien auslösen, sondern auch den Leberstoffwechsel durcheinanderbringen kann. Weiterhin kann es bei paralleler Medikamenteneinnahme mit Piperin-Präparaten zu einer unerwünschten Überdosierung des klassischen Medikaments kommen. Denn die verstärkte Nährstoffaufnahme wirkt sich auch auf die Aufnahme von Medikamenten aus. Daher kann gesagt werden, dass Curcuma-Kapseln auf Piperin-Basis zwar die Verwertbarkeit des Curcumins steigern, aber auch diverse Nebenwirkungen haben können. Doch gibt es eigentlich eine verträgliche Form der Curcuma-Aufnahme ohne schädliche Nebenwirkungen aber mit hoher Wirkung? Die Forschung hat sich dieser Frage auch angenommen und einen interessanten Lösungsansatz entwickelt.

Neuartiges Mizellen-Curcuma für die höchste Bioverfügbarkeit

Den Wissenschaftlern dienten als Entwicklungsansatz für eine verbesserte Kapselform die bereits im Darm vorhandenen Mizellen, welche u.a. für die Fettspaltung und Verdauung zuständig sind. Eine Forschergruppe aus Hohenheim hat in einem Modellversuch eine synthetische Mizellen-Formulierung entwickelt, die dafür sorgen soll, das schwer verwertbare Curcumin in den Magen-Darm-Trakt zu schleusen, um daraus einen therapeutischen Nutzen erzielen zu können. Der Vorteil dieser neuartigen Technologie ist, dass aufgrund der hydrophilen Moleküle der Mizellen-Ummantelung das lipophile, also fettlösliche, Curcumin besser vom Magen-Darm-Trakt verwertet werden kann, was zu einer höheren Bioverfügbarkeit führt. So haben Studien bereits eine 185-fach höhere Bioverfügbarkeit im Vergleich zu nativem Curcuma beobachtet. Mittels der Mizellen kann das Curcumin auf natürliche Weise in den Organismus gelangen und eine deutliche therapeutische Wirkung erzielen. Zusätzlich sind Curcuma-Mizellen-Kapseln frei von schädigenden Nebenwirkungen und optimal für eine Langzeittherapie geeignet. Momentan stellen Curcuma-Kapseln auf Mizellen-Basis die idealste Form der Curcumin-Zufuhr dar. Denn sie generieren nicht nur eine höhere Bioverfügbarkeit des gesunden Curcumins, sie können auch eine viel effektivere Wirkweise bei Erkrankungen und Beschwerden ermöglichen. Daher gelten Curcuma-Präparate mit Mizellen-Formulierung als Vorreiter in der Curcuma-Forschung.

Detaillierte Informationen zu unterschiedlichen Curcuma-Tabletten finden Sie hier.  

Curcuma – wann Pulver und wann Kapsel?

Wenn Sie Curcuma regelmäßig für Ihre Gesundheit anwenden möchten, gibt es demnach mehrere unterschiedliche Darreichungsformen. So ist die gängigste und auch kostengünstigste die Pulverform oder auch die frische Ursprungsform der Knolle. Doch sollte hier auf jeden Fall auf eine gute Qualität geachtet werden. Da Curcuma-Pulver häufig nicht nur aus Indien, sondern auch vermehrt aus China angeboten wird, kann eine reine Qualität nicht immer garantiert werden, da Pulver aus China meist mit synthetischen Zusatzstoffen behandelt wird. Sichergehen können Sie mit Bio-Produkten, die vorzugsweise das deutsche und/oder europäische Qualitätssiegel tragen. Ähnlich verhält es sich mit den frischen Curcuma-Knollen. Die beste Qualität bieten stets Obst- und Gemüseläden mit Bio-Ware an. Diese Verwendungsweisen eignen sich ideal für eine langfristige gesunde Ernährung oder auch für temporäre Gesundheits-Kuren. Sie finden bei uns eine große Auswahl an gesunden Rezepten für eine ausgewogene Ernährung.

Falls jedoch ein therapeutischer Nutzen aus der Curcuma-Pflanze gezogen werden soll, reicht die Darreichungsform als Pulver oder Knolle nicht mehr aus. Denn das wichtige Curcumin kann nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden, um gezielt bei Beschwerden wirken zu können. Daher bieten sich hier die Curcuma-Kapseln an, da sie eine viel effizientere Wirkweise gewährleisten können. Vor allem die neuartigen Curcumin-Mizellen-Tabletten versprechen nicht nur eine höhere Bioverfügbarkeit, sondern sind laut Herstellern frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Quellenverzeichnis

Ajay Goel & Bharat B. Aggarwal (2010) Curcumin, the Golden Spice From Indian Saffron, Is a Chemosensitizer and Radiosensitizer for Tumors and Chemoprotector and Radioprotector for Normal Organs, Nutrition and Cancer

Hamaguchi T, Ono K, Yamada M. Review: Curcumin and Alzheimer’s disease. CNS Neurosci Ther 2010; 16:285-97.

Hishikawa N, Takahashi Y, Amakusa Y, Tanno Y, Tuji Y, Niwa H, Murakami N, Krishna UK. Effects of turmeric on Alzheimer’s disease with behavioral and psychological symptoms of dementia. Ayu. 2012 Oct;33(4):499-504.

Jayaraj Ravindran, Sahdeo Prasad, and Bharat B. Aggarwal, Curcumin and Cancer Cells: How Many Ways Can Curry Kill Tumor Cells Selectively? 2011 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2758121/#Abs1title

Pan Pan & Co. Berries and other natural products in the pancreatic cancer chemoprevention in human clinical trials, 2017 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5777607/#R39

Sabine Rohrmann, 2010. Kennt Krebs (k)ein Alter? Epidemiologie der Krebserkrankung https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pflegebereich/krebskrankenpflege/16._Symposium/Rohrmann_Vortrag.pdf

Park W, Amin ARMR, Chen ZG, Shin DM. New perspectives of curcumin in cancer prevention. Cancer Prev Res 2013; 6:387–400.

Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann, 2015. Kurkuma – Wissenschaftliche Zusammenfassung Uni Freiburg

Yueshui Zhao et. Al, 2017. The Beneficial Effects of Quercetin, Curcumin, and Resveratrol in Obesity 2017 https://www.hindawi.com/journals/omcl/2017/1459497/

p

Weitere Informationen zu Kurkuma und Curcumin

„Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies keine Heilversprechen sind und dass die Inhalte dieser Webseite nur allgemeine Hinweise enthalten. Diese dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch, die qualifizierte Beratung, Diagnostik und Therapie durch einen Arzt nicht ersetzen. Bitte beachten Sie, dass wir in all unseren Texten keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit erheben.“