Kurkuma gegen hohen Cholesterinspiegel

Kurkuma kann sich bei dauerhafter Einnahme positiv auf die LDL und Gesamt-Cholesterinwerte auswirken.

Steigender Cholesterinspiegel

Bei Cholesterin handelt es sich um ein natürliches, tierisches Lipid, welches für unsere Gesundheit von essentieller Bedeutung ist. Es ist unerlässlich für die körpereigene Bildung von Steroidhormonen und Gallensäure und kann vom Körper produziert, oder über die Nahrung zugeführt werden.

Durch übermäßigen Konsum speziell von tierischen Produkten kann jedoch der natürliche Bedarf überschritten werden, was zu erhöhten Cholesterinwerten im Blut führt. Dieses reaktive Cholesterin kann von körpereigenen Abwehrzellen aufgenommen werden, welche sich daraufhin in Gefäßwänden ablagern und langfristig zu Artherosklerose und Bluthochdruck führen (s. Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Der Kurkuma Testsieger


Ein dauerhaft erhöhter Cholesterinspiegel gilt daher als zentraler Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Mit Kurkuma den Cholesterinspiegel senken

Kurkumin hat in verschiedenen Studien gezeigt, sich positiv auf den Cholesterinspiegel auszuwirken. So konnten durch die Einnahme von Kurkumin die LDL- und Gesamtcholesterinwerte im Blut deutlich gesenkt werden (1,2,3). LDL steht für Low-density-Lipoprotein, also eines jener Eiweiße, welche Cholesterin durch unseren Körper transportieren. Im Gegensatz zu HDL gilt vor allem ein erhöhter LDL-Wert als Indiz für drohende Artherosklerose und Plaque.

Kurkumin ist in der Lage die Oxidation des LDL zu hemmen, wodurch die Reaktivität des Cholesterin reduziert wird. Zusammen mit den gesenkten Cholesterinwerten im Blut kann so das Risiko von Atherosklerose effektiv reduziert werden (4).

Ein erhöhter Cholesterinspiegel, und insbesondere ein erhöhter LDL-Wert, können dazu führen, dass sich die Plaques in den Gefäßwänden ablagern, was dann langfristig eine Atherosklerose zur Folge hat. Die mangelnde Elastizität der Blutgefäße führt weiterhin zu einem schwer therapierbaren Bluthochdruck was schlussendlich eine erhebliche Belastung des gesamten Herz-Kreislauf-Systems darstellt. Curcumin ist in der Lage durch seine antioxidativen Eigenschaften die Oxidation des LDL zu hemmen, wodurch dessen Reaktivität reduziert wird. Dies hat zur Folge, dass sich weniger Fette in der Gefäßwand ablagern. Zusammen mit den gesenkten Cholesterinwerten im Blut kann so das Risiko von Atherosklerose effektiv reduziert werden (5).

Nicht zuletzt hat Curcumin das Potential, Übergewicht vorzubeugen (3). Übergewicht ist einer der Hauptfaktoren bei der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine neuere Studie deutet darauf hin, dass der bei Übergewichtigen erhöhte Insulinspiegel die Ursache sein könnte. Das Insulin hemmt das sogenannte atriale natriuretische Peptid (ANP), welches vom Herzen speziell zur Senkung des Blutdrucks ausgeschüttet wird. Die Folge ist ein dauerhaft erhöhter Blutdruck und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (6).

Kurkumin für den Abbau von Fettgewebe

Curcumin ist in der Lage die Adipogenese, also den Aufbau von Fettgewebe, zu reduzieren (7), indem es die Veresterung von Fettsäuren bzw. die dafür verantwortlichen Enzyme (8) hemmt. Außerdem blockiert es bestimmte sogenannte Transkriptionfaktoren. Dadurch werden Proteine, welche für die Adipogenese notwendig wären, nicht oder in deutlich reduziertem Umfang synthetisiert. Zusätzlich kann Curcumin die sogenannte Beta-Oxidation, also die Umwandlung von Fetten in Energie, und dadurch den Abbau von Fettgewebe fördern (9).


Quellen:

(1) Alwi, I., Santoso, T., Suyono, S., Sutrisna, B., Suyatna, F. D., Kresno, S. B., & Ernie, S. (2008). The effect of curcumin on lipid level in patients with acute coronary syndrome. Acta Medica Indonesiana.

(2) Feng, D., Ohlsson, L., & Duan, R.-D. (2010). Curcumin inhibits cholesterol uptake in Caco-2 cells by down-regulation of NPC1L1 expression. Lipids in Health and Disease, 9, 40.

(3) Kim, M., & Kim, Y. (2010). Hypocholesterolemic effects of curcumin via up-regulation of cholesterol 7a-hydroxylase in rats fed a high fat diet. Nutrition Research and Practice, 4(3), 191–5.

(4) Quiles, J. L., Mesa, M. D., Ramírez-Tortosa, C. L., Aguilera, C. M., Battino, M., Gil, Á., & Ramírez-Tortosa, M. C. (2002). Curcuma longa extract supplementation reduces oxidative stress and attenuates aortic fatty streak development in rabbits. Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology, 22, 1225–1231.

(5) Quiles, J. L., Mesa, M. D., Ramírez-Tortosa, C. L., Aguilera, C. M., Battino, M., Gil, Á., & Ramírez-Tortosa, M. C. (2002). Curcuma longa extract supplementation reduces oxidative stress and attenuates aortic fatty streak development in rabbits. Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology, 22, 1225–1231.

(6) Pivovarova, O., Gögebakan, Ö., Klöting, N., Sparwasser, A., Weickert, M. O., Haddad, I., … Rudovich, N. (2012). Insulin up-regulates natriuretic peptide clearance receptor expression in the subcutaneous fat depot in obese subjects: A missing link between CVD risk and obesity? Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism, 97(5), 731–739.

(7) Prathapan, a., Krishna, M. S., Lekshmi, P. C., Raghu, K. G., & Menon, a. N. (2012). Modulation of adipogenesis and glucose uptake by Curcuma longa extract in 3T3L1 and L6 cell lines – An in vitro study. Asian Pacific Journal of Tropical Disease, 2, 163–165.

(8) Zhao, J., Sun, X.-B., Ye, F., & Tian, W.-X. (2011). Suppression of fatty acid synthase, differentiation and lipid accumulation in adipocytes by curcumin. Molecular and Cellular Biochemistry, 351(1-2), 19–28.

(9) Ejaz, A., Wu, D., Kwan, P., & Meydani, M. (2009). Curcumin inhibits adipogenesis in 3T3-L1 adipocytes and angiogenesis and obesity in C57/BL mice. The Journal of Nutrition, 139(5), 919–925.