Kurkuma & Curcumin

Kurkuma gegen Alzheimer

 

Alzheimer ist eine Krankheit, an der viele Menschen erkranken. Eine Heilungsmethode ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, doch man kann versuchen den Prozess zu verlangsamen. Kurkuma wird bereits in der Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin seit Jahrhunderten für die Verbesserung der Gesundheit eingesetzt. Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigen sich nun auch die Forscher mit den zahlreichen möglichen Wirkungen der Kurkuma. Doch kann Kurkuma auch bei Alzheimer helfen?

Was ist Alzheimer?

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung mit neurodegenerativer Komponente. Unser zentrales Nervensystem unterliegt, ebenso wie der gesamte Organismus, altersbedingten Veränderungen, die zu einer verminderten Leistungsfähigkeit insbesondere im höheren Lebensalter führt. In diesem Zusammenhang muss vor allem auf Morbus Alzheimer verwiesen werden – eine Krankheit, für die nach wie vor keine echten Therapieansätze existieren, bzw. die noch in der klinischen Testphase sind.

Der Kurkuma Testsieger

 

Der Kurkuma Testsieger

Alzheimer oder Demenz?

Oft wird Alzheimer mit Demenz gleichgesetzt, da man den Unterschied nicht kennt. Dabei ist Alzheimer eine Form von Demenz. Zusätzlich gibt es unter anderem die vaskuläre Demenz und Morbus Pick bzw. die frontotemporale Demenz sowie viele weitere Formen und Mischformen. Häufig denkt man bei Demenz an Alzheimer, da es die meist verbreitete Ausprägungsform ist, denn 60% aller Demenzkranken leiden an Morbus Alzheimer.

Charakteristika von Morbus Alzheimer

Charakteristisch für Morbus Alzheimer ist die vermehrte Bildung und Ablagerung von sog. Beta-amyloiden Plaques. Die Ursache hierfür liegt in der fehlerhaften Spaltung von Proteinen im Gehirn, die nicht weiter abgebaut und verstoffwechselt werden können. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden Schädigung der Mitochondrien, welche die Energieversorgung der Zellen sicherstellen. Dies führt dazu, dass vermehrt freie Radikale entstehen, die ungerichtet mit organischen Strukturen reagieren und diese irreversibel schädigen. Am Ende ist ein massiver Abbau von Hirnmasse zu verzeichnen, der mit erheblichen Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten des betroffenen Patienten verbunden ist.

Alzheimer mit Kurkuma vorbeugen

Zurzeit werden verschiedene therapeutische Ansätze entwickelt, um zumindest die Progression der Alzheimer-Erkrankung zu verlangsamen.

Dass Kurkumin einen inhibierenden Einfluss auf die Entwicklung von Morbus Alzheimer hat konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden. So konnte durch die Gabe von Kurkumin die Bildung und Zusammenlagerung der Beta-amyloiden Plaques gehemmt werden (5,7,8,11). Somit hat Kurkumin einen eindeutig präventiven Effekt. Darüber hinaus wurden auch bereits vorhandene Plaques zumindest teilweise abgebaut (5).

Die University of California in Los Angeles hat als erste Universität eine Langzeitstudie zu Kurkuma bei Gedächtnisleistungen durchgeführt. Die Probanden nahmen entweder 2x täglich Kurkuma-Kapseln oder ein Placebo ein. Über 18 Monate lang wurden die Gruppen beobachtet. Die Forscher konnten erkennen, dass die Plaque-Ablagerungen in der Amygdala und im Hypothalamus in der Kurkuma-Gruppe reduziert wurden. Diese Ablagerungen werden oft bei Alzheimer-Patienten festgestellt.

Die Forscher nehmen zudem an, dass Kurkuma ebenfalls die Entzündungen im Gehirn reduzieren kann, welche eine Verbindung zu depressiven Verstimmungen darstellen könnten. Der genaue Wirkmechanismus von Kurkuma ist zwar noch nicht bekannt, es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Reduktion chronischer Entzündungen bei Alzheimer eine starke Rolle spielen (2,4).

Verringerte Plaque-Bildung und Entzündungshemmung

Mikroglia und Kurkumin

Aber Kurkumin hat noch ein weitaus größeres Wirkspektrum. Es konnte in wissenschaftlichen Studien gezeigt werden, dass Kurkumin auch die Genexpression der Mikroglia moduliert (3). Über die Mikroglia, die auch einen wesentlichen Teil des Nerven-assoziierten Immunsystems verkörpern, können Entzündungen und darüber hinaus die Plaquebildung beeinflusst werden.

Die Mikroglia sind eine Gruppe von Zellen, die das Gehirn vor Schäden schützt. Diese Zellen kämpfen gegen Viren und Krankheitserreger, können Schäden reduzieren und locken Immunzellen an. Außerdem wirken sie entzündungshemmend. Im Gehirn beseitigen sie Abfallstoffe und Zellreste.

Welche Rolle genau die Mikroglia bei Alzheimer spielen, kann noch nicht 100%-ig gesagt werden. Einige Wissenschaftler nahmen zunächst an, dass die Mikroglia „überfordert“ seien, wenn es zu Demenz kommt. Schließlich sind sie dauerhaft aktiviert, da sie sich unter anderem um zahlreiche Plaqueablagerungen kümmern müssen und so unter oxidativen Stress geraten. Dadurch schütten sie entzündungsfördernde Substanzen aus und reagieren nicht mehr richtig auf die Signale des Organismus.

In neuesten Erforschungen geht man davon aus, dass die Mikroglia, genau wie der Körper, altern und ihre Funktionen nachlassen, sodass das Gehirn im Alter nicht mehr ausreichend geschützt ist. Die Untersuchungen der Universität Regensburg legen nahe, dass das Kurkumin bei den Mikroglia seine immunregulatorische Wirkung einsetzt. Dabei aktiviert es die immunmodulierende Aktivität der Mikrogliazellen sowie die Supression proinflammatorischer Gene.

Kurkuma und die Mitochondrien

Weiterhin wird durch Kurkumin dem altersbedingten Verlust der Mitochondrienaktivitiät und –funktionalität vorgebeugt (1). Denn im Alter verlieren die Mitochondrien ihre Funktion, sodass sie als Teil eines Prozesses im Körper die zelluläre Energieversorgung im Gehirn einschränken. Dadurch können schädliche Stoffe nicht mehr ausreichend abgebaut werden. Die Forscher vermuten, dass das zum Absterben von Nervenzellen führt.

Kurkuma soll die Mitochondrien wieder auf Vordermann bringen. Der Wurzel werden Eigenschaften wie entzündungshemmend, antioxidativ und immunstimulierend zugeschrieben. Auf diese Weise können die Mitochondrien ihre Arbeit wiederaufnehmen, die Zellen mit Energie versorgen und für einen Abbau von Schadstoffen, wie z.B. Plaqueablagerungen im Gehirn, sorgen.

Kurkumin bei neurodegenerativen und anderen Erkrankungen

Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Anwendung von Kurkumin das Potential hat, degenerativen Prozessen im Gehirn entgegenzuwirken (9) und die Entstehung und Progression der Alzheimer-Erkrankung zumindest zu verlangsamen. Wie Kurkuma genau bei neurodegenerativen Erkrankungen funktioniert, muss jedoch noch weitreichend erforscht werden. Sicherlich wäre es jedoch ein wünschenswerter Ansatz für eine Behandlung von Alzheimer und vielleicht sogar für weitere Demenzformen. Schließlich ist ein Mittel aus der Natur die beste Lösung für den Körper, da es meist keine oder sehr wenige Nebenwirkungen gibt.

Kurkuma könnte mit seiner möglichen Wirkung sogar noch andere Krankheiten lindern. Die Wissenschaftler versuchen das weitreichende Spektrum des Kurkumas zu entschlüsseln. Dabei wird die Wirkung des Kurkumins bei Herzkrankheiten, Diabetes oder sogar Krebs untersucht. Ob man anschließend sagen wird, dass die Gelbwurzel tatsächlich hilft, muss noch abgewartet werden. Doch die bisherigen Ergebnisse sind bereits jetzt recht vielversprechend.

Schwierig wird es, wenn man über die Darreichungsform von Kurkumin spricht, denn der Pflanzenstoff wird vom Körper kaum aufgenommen und verarbeitet, sodass er schon nach kurzer Zeit wieder ausgeschieden wird. Die meisten Hersteller von Kurkuma-Produkten geben Piperin hinzu, was die sog. Bioverfügbarkeit erhöht – dies jedoch nur zu einem Bruchteil. Außerdem kann das Piperin zu Magenproblemen führen. Die bessere Alternative hierbei ist eine Mizell-Formulierung, das die Bioverfügbarkeit um ein Vielfaches steigert, sodass das Kurkumin besser von Körper verstoffwechselt werden kann.

Mehr dazu können Sie hier erfahren: https://kurkuma.info/piperin-oder-mizell/

Quellen:

(1) Eckert, G. P., Schiborr, C., Hagl, S., Abdel-Kader, R., Müller, W. E., Rimbach, G., & Frank, J. (2013). Curcumin prevents mitochondrial dysfunction in the brain of the senescence-accelerated mouse-prone 8. Neurochemistry International, 62(5), 595–602.

(2) Giri, R. K., Rajagopal, V., & Kalra, V. K. (2004). Curcumin, the active constituent of turmeric, inhibits amyloid peptide-induced cytochemokine gene expression and CCR5-mediated chemotaxis of THP-1 monocytes by modulating early growth response-1 transcription factor. Journal of Neurochemistry, 91(5), 1199–1210.

(3) Karlstetter, M., Lippe, E., Walczak, Y., Moehle, C., Aslanidis, A., Mirza, M., & Langmann, T. (2011). Curcumin is a potent modulator of microglial gene expression and migration. Journal of Neuroinflammation, 8(1), 125.

(4) Lim, G. P., Chu, T., Yang, F., Beech, W., Frautschy, S. a, & Cole, G. M. (2001). The curry spice curcumin reduces oxidative damage and amyloid pathology in an Alzheimer transgenic mouse. The Journal of Neuroscience : The Official Journal of the Society for Neuroscience, 21(21), 8370–8377.

(5) Ono, K., Hasegawa, K., Naiki, H., & Yamada, M. (2004). Curcumin Has Potent Anti-Amyloidogenic Effects for Alzheimer’s ??-Amyloid Fibrils In Vitro. Journal of Neuroscience Research, 75(6), 742–750.

(6) Ringman, J. M., Frautschy, S. A., Teng, E., Begum, A. N., Bardens, J., Beigi, M., … Cole, G. M. (2012). Oral curcumin for Alzheimer’s disease: tolerability and efficacy in a 24-week randomized, double blind, placebo-controlled study. Alzheimers Res Ther, 4(5), 43.

(7) Wang, X., Kim, J.-R., Lee, S.-B., Kim, Y.-J., Jung, M. Y., Kwon, H.-W., & Ahn, Y.-J. (2014). Effects of curcuminoids identified in rhizomes of Curcuma longa on BACE-1 inhibitory and behavioral activity and lifespan of Alzheimer’s disease Drosophila models. BMC Complementary and Alternative Medicine, 14(1), 88.

(8) Yang, F., Lim, G. P., Begum, A. N., Ubeda, O. J., Simmons, M. R., Ambegaokar, S. S., … Cole, G. M. (2005a). Curcumin inhibits formation of amyloid β oligomers and fibrils, binds plaques, and reduces amyloid in vivo. Journal of Biological Chemistry, 280(7), 5892–5901.

(9) Cole, G. M., Teter, B., & Frautschy, S. A. (2007). Neuroprotective effects of curcumin. Advances in Experimental Medicine and Biology, 595, 197–212.

(11) Taylor, M., Moore, S., Mourtas, S., Niarakis, A., Re, F., Zona, C., … Allsop, D. (2011). Effect of curcumin-associated and lipid ligand-functionalized nanoliposomes on aggregation of the Alzheimer’s Aβ peptide. Nanomedicine: Nanotechnology, Biology, and Medicine, 7(5), 541–550

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