Rheuma

Kurkuma und Rheuma

Verschiedene chronische Erkrankungen der Gelenke beruhen auf entzündlichen Prozesse. Krankheiten wie Arthritis, Osteoarthritis, Psoriasis oder Rheuma verursachen große Schmerzen. Die Lebensqualität von betroffenen Personen wird nachhaltig eingeschränkt. Außerdem begünstigen chronische Entzündungen auch die Entstehung von Krebs.

Curcumin zeigte in Studien, dass es entzündungshemmend wirkt. Dadurch hemmt es die Entstehung und das Fortschreiten chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Im Folgenden erläutern wir einige dieser Wirkungsweisen.

Curcumin als COX-Hemmer

Curcumin wirkt durch die Hemmung von Entzündungsmediatoren und Enzymen. Dadurch wird die Entstehung einer Entzündung unterdrückt (2). Zum Beispiel hemmt Curcumin das Enzym Cyclooxigenase 2 (COX2). Dieses ist verantwortlich für die Bildung sog. Prostaglandine. Deswegen dient es auch als Angriffspunkt für entzündungshemmende Medikamente.

Darüber hinaus bewirkte Curcumin bei Dickdarm-Krebs-Patienten eine Hemmung des zentralen Mediators TNFα und des Transkriptionsfaktors NFκB. Beide spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Entzündungen (7).

Außerdem wurde Curcumin mit einem COX-Hemmer und der Kombination aus beidem verglichen. Dabei erwies sich Curcumin sogar als am effektivsten. Es konnte bei Personen mit rheumatoider Arthritis Schwellung und Empfindlichkeit der Gelenke reduzieren (4).

Anderen Studien untersuchten die Wirkung von Curcumin bei Osteoarthritis. Dabei wurde beobachtet, dass Curcumin Entzündungskaskaden im Gelenk-Knorpel blockiert (5). Außerdem senkte es die Produktion von Abbau-Mediatoren in Knorpelzellen (1).

Desweitern ist Curcumin in der Lage Abbauprozesse in Knochen und Gelenken zu reduzieren. Das ist besonders bei rheumatoider Arthritis von Bedeutung (3).

Bei Arthritis psoriasis reduzierte Curcumin die Produktion der wichtigen Mediatoren IL-23 und IL-17A (6). Diese fördern ebenfalls Entzündungen. Arthritis psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke in Verbindung mit Schuppenflechten.

Auch bei der Knochengesundheit kann Curcumin helfen. Es hemmt die Bildung Knochensubstanz-abbauender Osteoklasten (8).

Curcumin bietet also die Möglichkeit bei entzündlichen Erkrankungen eine medikamentösen Therapie zu unterstützen. Es lindert Symptome und erschwert das Fortschreiten der Erkrankung. Deshalb bietet es sich sowohl zur Vorbeugung, als auch zur Anwendung bei bereits vorhandener Krankheit an.

Der Kurkuma Testsieger

Quellen:

(1) Mathy-Hartert, M., Jacquemond-Collet, I., Priem, F., Sanchez, C., Lambert, C., & Henrotin, Y. (2009). Curcumin inhibits pro-inflammatory mediators and metalloproteinase-3 production by chondrocytes. Inflammation Research: Official Journal of the European Histamine Research Society … [et Al.], 58(12), 899–908.

(2) Shehzad, A., Rehman, G., & Lee, Y. S. (2013). Curcumin in inflammatory diseases. BioFactors, 39(1), 69–77.

(3) Taty Anna, K., Elvy Suhana, M. R., Das, S., Faizah, O., & Hamzaini, A. H. (2011). Anti-inflammatory effect of Curcuma longa (turmeric) on collagen-induced arthritis: an anatomico-radiological study. La Clinica Terapeutica, 162(3), 201–7.

(4) Chandran, B., & Goel, A. (2012). A randomized, pilot study to assess the efficacy and safety of curcumin in patients with active rheumatoid arthritis. Phytotherapy Research: PTR, 26(11), 1719–25.

(5) Clutterbuck, A. L., Mobasheri, A., Shakibaei, M., Allaway, D., & Harris, P. (2009). Interleukin-1beta-induced extracellular matrix degradation and glycosaminoglycan release is inhibited by curcumin in an explant model of cartilage inflammation. Annals of the New York Academy of Sciences, 1171, 428–35.

(6) Sun, J., Zhao, Y., & Hu, J. (2013). Curcumin inhibits imiquimod-induced psoriasis-like inflammation by inhibiting IL-1beta and IL-6 production in mice. PloS One, 8(6), e67078.

(7) Plummer, S. M., Holloway, K. a, Manson, M. M., Munks, R. J., Kaptein, a, Farrow, S., & Howells, L. (1999). Inhibition of cyclo-oxygenase 2 expression in colon cells by the chemopreventive agent curcumin involves inhibition of NF-kappaB activation via the NIK/IKK signalling complex. Oncogene, 18(44), 6013–6020.

(8) Oh, S., Kyung, T.-W., & Choi, H.-S. (2008). Curcumin inhibits osteoclastogenesis by decreasing receptor activator of nuclear factor-kappaB ligand (RANKL) in bone marrow stromal cells. Molecules and Cells, 26(5), 486–489. http://doi.org/147 [pii]