Alzheimer

Was ist Alzheimer?

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung mit neurodegenerativer Komponente. Unser zentrales Nervensystem unterliegt, ebenso wie der gesamte Organismus, altersbedingten Veränderungen, die zu einer verminderten Leistungsfähigkeit insbesondere im höheren Lebensalter führt. In diesem Zusammenhang muss vor allem auf Morbus Alzheimer verwiesen werden – eine Krankheit, für die nach wie vor keine echten Therapieansätze existieren, bzw. die noch in der klinischen Testphase sind.

Der Kurkuma Testsieger

Charakteristika von Morbus Alzheimer

Charakteristisch für Morbus Alzheimer ist die vermehrte Bildung und Ablagerung von sog. Beta-amyloiden Plaques. Die Ursache hierfür liegt in der fehlerhaften Spaltung von Proteinen im Gehirn, die nicht weiter abgebaut und verstoffwechselt werden können. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden Schädigung der Mitochondrien, welche die Energieversorgung der Zellen sicherstellen. Dies führt dazu, dass vermehrt freie Radikale entstehen, die ungerichtet mit organischen Strukturen reagieren und diese irreversibel schädigen. Am Ende ist ein massiver Abbau von Hirnmasse zu verzeichnen, der mit erheblichen Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten des betroffenen Patienten verbunden ist.

Alzheimer mit Kurkuma vorbeugen

Zurzeit werden verschiedene therapeutische Ansätze entwickelt, um zumindest die Progression der Alzheimer-Erkrankung zu verlangsamen.

Dass Kurkumin einen inhibierenden Einfluss auf die Entwicklung von Morbus Alzheimer hat konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden. So konnte durch die Gabe von Kurkumin die Bildung und Zusammenlagerung der Beta-amyloiden Plaques gehemmt werden (5,7,8,11). Somit hat Kurkumin einen eindeutig präventiven Effekt. Darüber hinaus wurden auch bereits vorhandene Plaques zumindest teilweise abgebaut (5).

Der genaue Wirkmechanismus ist zwar noch nicht bekannt, es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Reduktion chronischer Entzündungen hierbei eine starke Rolle spielen (2,4).

Verringerte Plaque-Bildung und Entzündungshemmung

Aber Kurkumin hat noch ein weitaus größeres Wirkspektrum. Es konnte in wissenschaftlichen Studien gezeigt werden, dass Kurkumin auch die Genexpression der Mikroglia moduliert (3). Über die Mikroglia, die auch einen wesentlichen Teil des Nerven-assoziierten Immunsystems verkörpert, können Entzündungen und darüber hinaus die Plaquebildung beeinflusst werden. Weiterhin wird durch Kurkumin dem altersbedingten Verlust der Mitochondrienaktivitiät und –funktionalität vorgebeugt (1). Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Anwendung von Kurkumin das Potential hat, degenerativen Prozessen im Gehirn entgegenzuwirken (9) und die Entstehung und Progression der Alzheimer-Erkrankung zumindest zu verlangsamen.



Quellen:

(1) Eckert, G. P., Schiborr, C., Hagl, S., Abdel-Kader, R., Müller, W. E., Rimbach, G., & Frank, J. (2013). Curcumin prevents mitochondrial dysfunction in the brain of the senescence-accelerated mouse-prone 8. Neurochemistry International, 62(5), 595–602.

(2) Giri, R. K., Rajagopal, V., & Kalra, V. K. (2004). Curcumin, the active constituent of turmeric, inhibits amyloid peptide-induced cytochemokine gene expression and CCR5-mediated chemotaxis of THP-1 monocytes by modulating early growth response-1 transcription factor. Journal of Neurochemistry, 91(5), 1199–1210.

(3) Karlstetter, M., Lippe, E., Walczak, Y., Moehle, C., Aslanidis, A., Mirza, M., & Langmann, T. (2011). Curcumin is a potent modulator of microglial gene expression and migration. Journal of Neuroinflammation, 8(1), 125.

(4) Lim, G. P., Chu, T., Yang, F., Beech, W., Frautschy, S. a, & Cole, G. M. (2001). The curry spice curcumin reduces oxidative damage and amyloid pathology in an Alzheimer transgenic mouse. The Journal of Neuroscience : The Official Journal of the Society for Neuroscience, 21(21), 8370–8377.

(5) Ono, K., Hasegawa, K., Naiki, H., & Yamada, M. (2004). Curcumin Has Potent Anti-Amyloidogenic Effects for Alzheimer’s ??-Amyloid Fibrils In Vitro. Journal of Neuroscience Research, 75(6), 742–750.

(6) Ringman, J. M., Frautschy, S. A., Teng, E., Begum, A. N., Bardens, J., Beigi, M., … Cole, G. M. (2012). Oral curcumin for Alzheimer’s disease: tolerability and efficacy in a 24-week randomized, double blind, placebo-controlled study. Alzheimers Res Ther, 4(5), 43.

(7) Wang, X., Kim, J.-R., Lee, S.-B., Kim, Y.-J., Jung, M. Y., Kwon, H.-W., & Ahn, Y.-J. (2014). Effects of curcuminoids identified in rhizomes of Curcuma longa on BACE-1 inhibitory and behavioral activity and lifespan of Alzheimer’s disease Drosophila models. BMC Complementary and Alternative Medicine, 14(1), 88.

(8) Yang, F., Lim, G. P., Begum, A. N., Ubeda, O. J., Simmons, M. R., Ambegaokar, S. S., … Cole, G. M. (2005a). Curcumin inhibits formation of amyloid β oligomers and fibrils, binds plaques, and reduces amyloid in vivo. Journal of Biological Chemistry, 280(7), 5892–5901.

(9) Cole, G. M., Teter, B., & Frautschy, S. A. (2007). Neuroprotective effects of curcumin. Advances in Experimental Medicine and Biology, 595, 197–212.

(11) Taylor, M., Moore, S., Mourtas, S., Niarakis, A., Re, F., Zona, C., … Allsop, D. (2011). Effect of curcumin-associated and lipid ligand-functionalized nanoliposomes on aggregation of the Alzheimer’s Aβ peptide. Nanomedicine: Nanotechnology, Biology, and Medicine, 7(5), 541–550